(Bildquelle: BASIS BERLIN Filmproduktion / ZDF / Thomas Lütz)
Dokumentation über fünf weibliche Comedians der 90er.
Handlung und Hintergrund
In der Dokumentation „Was haben wir gelacht“ blicken prägende Stimmen des deutschen Fernsehens auf die Unterhaltungslandschaft der 1990er- und frühen 2000er-Jahre zurück. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins erzählen von einer TV-Zeit, in der Frauen oft nur Nebenfiguren waren, als Zielscheibe von Witzen dienten oder als „nicht massentauglich“ galten. Die Dokumentation verbindet persönliche Erinnerungen mit Archivmaterial und zeichnet nach, wie stark das damalige Fernsehen gesellschaftliche Rollenbilder geprägt hat.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wer im deutschen Fernsehen überhaupt lustig sein durfte – und auf wessen Kosten gelacht wurde. Formate wie „Wetten, dass..?“, die „Harald Schmidt Show“ oder später „TV total“ bestimmten über Jahre den Humor einer ganzen Generation. Der Film untersucht, wie eng Unterhaltung, Macht und Gleichberechtigung miteinander verbunden sind. Dabei entsteht nicht nur ein nostalgischer Blick auf die TV-Geschichte, sondern auch eine kritische Auseinandersetzung mit Sexismus, Medienbildern und dem Wandel der Comedy-Kultur.
„Was haben wir gelacht“ – Hintergründe, Besetzung, Kinostart
Regie und Drehbuch stammen von Eva Müller und Isabel Schneider, die die Geschichte des deutschen Unterhaltungsfernsehens bewusst aus weiblicher Perspektive erzählen. Besonders auffällig ist die umfangreiche Nutzung von TV-Archivmaterial, das die Atmosphäre der damaligen Fernsehjahre authentisch einfängt.
Zur Besetzung gehören bekannte Persönlichkeiten des deutschen Fernsehens und der Comedy-Szene. Maren Kroymann („Kroymann“) gilt seit Jahrzehnten als prägende Satirikerin und Schauspielerin. Hella von Sinnen („Genial daneben“) wurde durch ihre schlagfertigen TV-Auftritte zur Kultfigur. Bettina Böttinger („Kölner Treff“) zählt zu den bekanntesten Moderatorinnen Deutschlands. Gaby Köster („Ritas Welt“) prägte den deutschen Comedy-Boom der 90er entscheidend mit. Esther Schweins wurde vor allem durch die legendäre Sketchshow „RTL Samstag Nacht“ einem Millionenpublikum bekannt.
„Was haben wir gelacht“ startet am 16. Juli 2026 in den deutschen Kinos. Verliehen wird der Film von Port au Prince Pictures. Die Dokumentation ist ab 12 Jahren freigegeben.