Mit dem Traum von einer perfekten Familie ziehen Saga (Seidi Haarla) und ihr britischer Ehemann Jon (Rupert Grint) in ein abgelegenes Haus tief im finnischen Wald. Für Saga ist der Ort voller Erinnerungen: Hier hat sie einen Großteil ihrer Kindheit verbracht, hier hofft sie auf einen Neuanfang. Doch kurz nach der Geburt ihres Sohnes beschleicht sie ein unheimliches Gefühl. Etwas stimmt nicht mit dem Baby – auch wenn ihr Umfeld diese Sorge als Überforderung einer jungen Mutter abtut.
Während Jon verzweifelt versucht, seine Frau zu stützen und Normalität zu bewahren, wächst Sagas Isolation. Die Beziehung beginnt zu bröckeln, alte familiäre Wunden brechen auf, insbesondere im Kontakt mit ihrer Mutter (Pirkko Saisio). Unterstützung erhält das Paar auch von Taru (Pamela Tola), doch niemand scheint die Wahrheit erkennen zu wollen. Nur Saga begreift, dass hinter ihrem Neugeborenen eine monströse Realität lauert – mit fatalen Konsequenzen.
„Nightborn“ – Hintergründe, Besetzung, Kinostart
Nach ihrem gefeierten Horrorfilm „Hatching“ kehrt Hanna Bergholm erneut ins Genre zurück. „Nightborn“ verhandelt existentielle Ängste rund um Mutterschaft, Körperwahrnehmung und gesellschaftliche Erwartungen. Der Film setzt weniger auf Schockeffekte als auf eine stetig wachsende Beklemmung. Die abgeschiedene Natur Finnlands wird dabei zur Projektionsfläche innerer Abgründe. Eine bewusste Entscheidung, die dem Film eine ruhige, aber nachhaltig verstörende Atmosphäre verleiht.
Seidi Haarla („Abteil Nr. 6“) trägt den Film mit einer intensiven, verletzlichen Darstellung. Rupert Grint („Harry Potter“-Filme) überzeugt als überforderter Ehemann zwischen Fürsorge und Hilflosigkeit.
„Nightborn“ startet am 6. August 2026 in den Kinos in Deutschland und Österreich. Die FSK-Freigabe steht noch aus, aufgrund der Thematik richtet sich der Film jedoch klar an ein erwachsenes Publikum.