Isabelle Huppert wird zur Blutgräfin in einer bissigen Gesellschaftssatire mit Vampiren
Handlung und Hintergrund
Jahrhunderte nach ihrem Verschwinden kehrt die berüchtigte Blutgräfin (Isabelle Huppert) ins heutige Wien zurück. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) sucht sie nach einem geheimnisvollen Buch, das die Macht besitzt, alles Böse auszulöschen – und damit auch Vampire zu vernichten. Doch die beiden sind nicht allein auf der Jagd: Eine Allianz aus Ordnungshütern, Vampirforschern und selbsternannten Moralwächtern versucht, die Blutgräfin und ihre Gefolgschaft aufzuhalten. Während ein Polizeiinspektor und zwei Wissenschaftler den Spuren der Vampire folgen, entwickelt sich quer durch Wien eine groteske Schnitzeljagd zwischen Gruften, Friedhöfen und historischen Sehenswürdigkeiten.
Mit „Die Blutgräfin“ kehrt Kultregisseurin Ulrike Ottinger („Unter Schnee“) nach mehreren Dokumentar- und Kunstfilmprojekten wieder zum großen fiktionalen Kino zurück. Die Dialoge entstanden unter Mitwirkung der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, deren sprachlicher Stil den Film entscheidend prägt. Seine Weltpremiere feierte die Produktion bereits bei der Berlinale Special Gala der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin, wo sie von Publikum und Kritik positiv aufgenommen wurde. Kameramann Martin Gschlacht („Des Teufels Bad“) setzt Wien dabei als morbide Märchenwelt in Szene.
Die Besetzung vereint einige der bekanntesten Gesichter des europäischen Kinos. Isabelle Huppert („Elle“) spielt die extravagante Blutgräfin mit sichtbarer Lust an der Überzeichnung, während Birgit Minichmayr („3 Tage in Quiberon“) als überforderte Zofe Hermine auftritt. Zum Ensemble gehören außerdem Lars Eidinger („Babylon Berlin“), Thomas Schubert („Roter Himmel“), Karl Markovics („Die Fälscher“) sowie Tom Neuwirth alias Conchita Wurst („Eurovision Song Contest“). Auch André Jung („Der Räuber“), Maresi Riegner („Sisi & Ich“) und Burghart Klaußner („Das weiße Band“) sind in zentralen Rollen zu sehen.
„Die Blutgräfin“ startet am 29. Oktober 2026 bundesweit im Kino und ist ab 12 Jahren freigegeben. Verliehen wird der Film von Neue Visionen. Die Laufzeit beträgt rund 119 Minuten.