Pflichtkosten verstehen & sauber einplanen

Notar- und Grundbuchkosten – Höhe, Posten & Beispielrechnung

Ohne Notar kein Immobilienkauf: Beurkundung, Vormerkung, Eigentumsumschreibung – und bei Finanzierung meist die Grundschuld. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Posten in den Notar- und Grundbuchkosten stecken, wann sie fällig werden und wie du sie in deiner Finanzierung realistisch berücksichtigst.

  • Welche Leistungen wirklich enthalten sind (inkl. Grundschuld)
  • Typische Spannen als Orientierung – ohne Schönrechnen
  • Mit Checkliste & Szenario-Rechner sauber planen
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Rechner: Baufinanzierung & Kostenblöcke

Szenarien testen (Zinsbindung/Tilgung) und Pflichtkosten wie Notar/Grundbuch von Anfang an mitdenken.

Kaufnebenkosten komplett im Blick

Notar & Grundbuch sind Pflicht – dazu kommen Grunderwerbsteuer und ggf. Makler. Alles im Überblick.

Checkliste für Kauf & Finanzierung

Unterlagen, Ablauf, Fristen, Kostenblöcke – kompakt zum Abhaken, damit nichts liegen bleibt.

Was steckt drin?

Notarkosten: Beurkundung & Abwicklung

Der Notar sorgt dafür, dass der Kaufvertrag rechtssicher beurkundet wird und die Abwicklung sauber läuft. In den Notarkosten stecken typischerweise unter anderem: Vorbereitung/Entwurf, Beurkundung, Kommunikation mit Beteiligten, Einholen von Unterlagen sowie die Koordination von Fälligkeitsvoraussetzungen.

  • Kaufvertrag (Entwurf, Beurkundung, Abwicklung)
  • Auflassungsvormerkung anstoßen (Sicherungsmechanismus bis zur Umschreibung)
  • Abwicklung: Freigaben, Mitteilungen, Zahlungsreife/„Fälligkeitsmitteilung“

Wichtig: Der Notar „verhandelt“ nicht, sondern setzt den rechtlichen Prozess korrekt um. Das spart später teure Fehler.

Grundbuch

Grundbuchkosten: Eintragungen, Umschreibung, Grundschuld

Das Grundbuch bildet Eigentum und Rechte an der Immobilie ab. Beim Kauf fallen Kosten für Eintragungen an, vor allem für die Vormerkung und die spätere Eigentumsumschreibung. Wenn du finanzierst, wird in der Regel eine Grundschuld eingetragen – auch das ist ein eigener Kostenbaustein.

  • Auflassungsvormerkung (Sicherung zwischen Vertrag und Eigentumswechsel)
  • Eigentumsumschreibung (neuer Eigentümer wird eingetragen)
  • Grundschuld (bei Finanzierung) + ggf. spätere Löschung/Änderung

In der Praxis gilt: Je mehr Zusatzvorgänge (z. B. Löschungen, Abtretungen), desto höher der Gesamtblock.

Wovon hängt es ab?

Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Höhe

Notar- und Grundbuchkosten sind nicht „frei erfunden“, sondern hängen systematisch vom Geschäft und den Eintragungen ab. Für die Planung helfen diese Faktoren:

  • Kaufpreis bzw. Gegenstandswert (zentrale Basisgröße)
  • Finanzierung ja/nein (Grundschuld, weitere Eintragungen)
  • Zusatzvorgänge: Löschungen, Abtretungen, mehrere Rechte
  • Komplexität: mehrere Käufer/Verkäufer, besondere Regelungen

Als Orientierung wird der Gesamtblock häufig grob in einer Spanne von etwa 1,5–2,0 % des Kaufpreises überschlagen. Für konkrete Zahlen ist die individuelle Konstellation entscheidend.

Wann wird gezahlt?

Fälligkeit & Ablauf: So ordnet sich der Kostenblock ein

In vielen Fällen läuft es (vereinfacht) so ab: Vertrag wird beurkundet, Vormerkung wird eingetragen, Fälligkeitsvoraussetzungen werden geprüft, Kaufpreis wird gezahlt und anschließend erfolgt die Eigentumsumschreibung. Notar und Grundbuch stellen ihre Kosten separat in Rechnung – und bei Finanzierung kommen Vorgänge rund um die Grundschuld hinzu.

  • Nach Beurkundung: erste Abwicklungsschritte (Vormerkung, Unterlagen)
  • Vor Eigentumswechsel: Kaufpreiszahlung nach erfüllten Voraussetzungen
  • Nach Zahlung: Umschreibung im Grundbuch

Tipp: Plane die Zahlungen nicht „auf den letzten Euro“, damit die Abwicklung nicht stockt.

Beispiel

Beispielrechnung: 350.000 € Kaufpreis (Orientierung)

Beispiel: Kaufpreis 350.000 €, Finanzierung mit Grundschuld. Für eine schnelle Budgetierung wird Notar & Grundbuch häufig grob in einer Spanne kalkuliert.

  • 1,5 % von 350.000 € = 5.250 €
  • 2,0 % von 350.000 € = 7.000 €
  • Plus/Minus je nach Zusatzvorgängen (Löschungen, Abtretungen, mehrere Eintragungen)

Wichtig ist die Systematik: Notar & Grundbuch als Pflichtblock separat erfassen – und dann mit Kaufnebenkosten (inkl. Grunderwerbsteuer) zu einem Gesamtbudget zusammenziehen.

Spartipps

Kann man Notar- und Grundbuchkosten senken?

Nur sehr begrenzt. Die Kosten entstehen überwiegend aus Pflichtvorgängen. Was in der Praxis trotzdem hilft:

  • Unterlagen vollständig bereitstellen (verhindert Verzögerungen & Zusatzschleifen)
  • Änderungen am Vertrag früh klären (späte Korrekturen kosten Zeit und können Aufwand erhöhen)
  • Zusatzvorgänge realistisch planen (z. B. Löschungen/Abtretungen früh identifizieren)

Für die Finanzierung ist meist wichtiger als „Sparen“: die Kosten korrekt einzuplanen, damit es keine Lücke im Eigenkapital gibt.

Passende Ratgeber dazu

Häufige Fragen – kurz erklärt

Welche Posten sind in Notar- und Grundbuchkosten enthalten?

Typisch sind Beurkundung und Abwicklung des Kaufvertrags, Eintragungen wie Auflassungsvormerkung und Eigentumsumschreibung sowie bei Finanzierung die Grundschuld (und ggf. zusätzliche Vorgänge wie Löschungen/Abtretungen).

Wie hoch sind Notar- und Grundbuchkosten normalerweise?

Häufig wird der Gesamtblock zur Orientierung als Prozentwert vom Kaufpreis überschlagen (z. B. im Bereich von rund 1,5–2,0 %). Der konkrete Betrag hängt von Kaufpreis, Finanzierung und Zusatzvorgängen ab.

Wie plane ich das im Finanzierungsgespräch am besten ein?

Erfasse Notar & Grundbuch als Pflichtblock separat und addiere ihn zu den übrigen Kaufnebenkosten. Mit dem Rechner kannst du Szenarien prüfen, damit Eigenkapitalquote, Rate und Puffer stimmig bleiben.

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