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Kurt Schwitters


(R.M.) An Kunst in Hannover ist ohne den Namen und das Werk dieses Mannes kaum zu denken. Skulpturen, Collagen und das literarische Werk Schwitters sind durch seine ganz besondere Handschrift geprägt. Dabei nahm seine Arbeit stets eine Sonderstellung im Dadaismus ein. Unvergesslich und heute noch in aller Munde ist sein dadaistisches Gedicht "An Anna Blume".

Kurt Schwitters wurde im Juni 1887 in Hannover geboren, wo seine Eltern ein gut gehendes Damenkonfektionsgeschäft betrieben. Nach dem Abitur studierte er zunächst einige Semester an der hiesigen Kunstgewerbeschule und später an der Sächsischen Akademie für Künste in Dresden. Schwitters Anfänge lagen vor allem im Impressionismus und Expressionismus. Die derzeit bereits deutlichen Umbrüche zum französischen Futurismus, zum Kubismus sowie die Strömungen der damals schon etablierten Gruppe der Blauen Reiter nahm Schwitters vorerst nicht wahr.

Nach dem Ersten Weltkrieg bekam er die Möglichkeit, seine Werke in der Berliner Galerie „Der Sturm“ auszustellen, in der auch Künstler wie Paul Klee ihre Exponate zeigten. Zu dieser Zeit schuf er auch seine ersten MERZ-Werke, ein künstlerischer Stil, an dem Schwitters bis auf weiteres festhalten sollte. Sie waren eine Reihe von Skulpturen und Collagen; dabei entstand der Begriff MERZ während einer Collagearbeit, bei der Schwitters Anzeigen aus der Zeitung „Privatbank und Kommerz“ verwendete. Das Wort sollte an Scherz, ausmerzen, Kommerz, Herz und Nerz erinnern. Außerdem sollte es ein Hinweis auf den Frühlingsmonat März sein. Schwitters Werke trugen, anders als in der Auffassung der Dadaisten, welche der Kunst nach der Kriegskatastrophe im Allgemeinen negativ gegenüber standen, durchaus konstruktivistische Züge. Schwitters baute damit eher auf einen Neuanfang und geriet deswegen aufgrund seiner vermeintlich unpolitischen Haltung des Öfteren in den Konflikt mit anderen Künstlern seiner Zeit. Schließlich wurde er deswegen auch nicht zu der Ersten Internationalen Dadamesse in Berlin zugelassen.

Unter der nationalsozialistischen Herrschaft deklarierte man sein Werk als „entartet“. Schwitters floh anfangs nach Norwegen, später dann nach Kendal, einem nordenglischen Distrikt, wo er nach einigen Schaffensjahren 1948 verstarb.

Schwitters hinterließ ein umfassendes und variantenreiches Werk. Die Rekonstruktion seines Merzbaus und viele andere seiner Werke sind im Sprengel Museum ausgestellt. Sie geben dort ein eindrucksvolles Zeugnis dieses hochinspirierten Künstlers aus Hannover.

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