Franz Wilhelm Metz - Historische Persönlichkeiten Wigman Seiptember 2011 Metz.
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 Franz Wilhelm Metz


(R.M.) Wurde an dieser Stelle häufig über die großen Denker und Künstler der Stadt berichtet, so wird es nun Zeit, sich auch einmal den Förderern von Leibesübungen und des Turnens zu widmen. – Was wäre ein Leben ohne Bewegung. Und obwohl sicher vielen der Name des Turnvaters Jahn geläufig ist, so ist es wohl weniger bekannt, dass auch in Hannover ein Mann des Sportes lebte, der Jahn sicher sowohl in seinen Leistungen als auch in seinem Engagement für den Freizeitsport in nichts nachstand. Franz Wilhelm Metz war einer der großen Turnväter der Stadt und förderte dazu auch noch den Eiskunstlauf und das Rollkunstlaufen.

Im Jahre 1817 in Leipzig geboren, entpuppte sich der junge Franz  Wilhelm Metz schon schnell als geschickter und gelenkiger Turner. Schon mit 19 Jahren gründete er eine Turnergesellschaft und wurde darin sehr bald zum Vorstandsmitglied gewählt.
Mitbegründer der Darmstädter Turngemeinde, ließ er sich schließlich auch zum Fecht- und Schwimmlehrer ausbilden.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Mannheim kam Metz schließlich im Jahre 1848 nach Hannover. Hier wurde er sehr bald zum Vorturner und Turnwart des Vereins für Leibesübungen 1848 gewählt und konnte seine ganze Begeisterung für den Sport hier für sich und andere verwirklichen.
Die Idee einer großen Turnerbewegung im Königreich Hannover trieb ihn um. So war er an der Gründung etlicher Turnvereine, wie etwa in Lüneburg, Bremen, Osnabrück, Verden, Celle und Hildesheim beteiligt.
Metz setze sich für die Freiübungen in Hannover ein und mit viel Engagement führte er im Jahre 1866 auch das Rollschuh- und Eislaufen in dieser Stadt ein. Hannover bekam auf diese Weise die erste Rollschuhbahn Deutschlands, die von der Bevölkerung auch begeistert angenommen wurde.
Eine weitere Leidenschaft des großen Turners war auch das Veloziped, jenes eigenwillig anmutende  Hochfahrrad, das Metz sich eigens bauen ließ, um damit durch das Königreich zu radeln. Der Legende nach war den Bewohnern eines Dorfes der Anblick so fremd, dass sie begannen, das Fahrrad mit Steinen zu bewerfen.
Wer zu Fuß und zu Rad unterwegs ist, dem ist auch das feuchte Element nicht fremd. Unter Metz Obhut wurden besonders sorgfältig die ersten Rettungsschwimmer ausgebildet. Er selbst rühmte sich bei mehreren Gelegenheiten, viele Menschen vor dem Ertrinken gerettet zu haben.
Sein Engagement für den Sport und das Turnen war so groß, dass der Schriftsteller Ernst Jünger sich veranlasst sah, ihm in seinem Spätroman Die Zwille ein eigenes Kapitel zu widmen, in dem der Literat den Mann in all seinen faszinierenden Facetten eindrucksvoll schildert.
Metz wurde nach seinem Tod im Jahre 1901 in die Ehrengalerie des Niedersächsischen Sports aufgenommen. Man darf wohl mit Fug und Recht behaupten: Ohne seinen Einsatz wäre die Landeshauptstadt vielleicht nur halb so sportlich, wie wir sie heute mit ihren vielseitigen Sportveranstaltungen kennen.
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