Die Aegidienkirche - Aegidienkirche Hannover.Die Aegidienkirche

Nachdem in unserer Rubrik die zwei anderen Altstadtkirchen, namentlich die Marktkirche und die Kreuzkirche, bereits im Mittelpunkt gestanden haben, beleuchten wir nun Nummer drei: die Aegidienkirche, benannt nach dem Heiligen Aegidius, dem einzigen Nichtmärtyrer unter den 14 Nothelfern.

Heute an der Ecke Breite Straße/Osterstraße stehend, befand sich ehedem eine Kapelle im Dorf Tigislege, einem Siedlungskern des heutigen Hannovers. Die Errichtung der Aegidienkirche geschah über die Jahrhunderte in mehreren Abschnitten: Die Tigisleger Kapelle wurde 1163 zunächst durch einen dreischiffigen romanischen Bau ersetzt, gut 200 Jahre später passte man sie dem Stil der Gotik an, welcher heute – trotz oder gerade wegen der Ruinenform – nach wie vor gut erkennbar ist. Für Chor und Langschiff verwendete man Deistersandstein.

Nachdem Anfang des 18. Jahrhunderts eine Barockfassade den Bau schmückte, war es nicht zuletzt Ludwig Friedrich Laves, der einen inneren Umbau samt gusseiserner Säulen realisierte.

Dass die Kirche keine entstellte Ruine, sondern vielmehr Denkmal und Mahnmal in einem ist, wird zum einen durch das regelmäßige Geläut des 1958 aufgesetzten, stumpfen Glockenturmes deutlich, zum anderen aber gibt es im Inneren der Kirche historische Besonderheiten zu entdecken: Neben der Friedensglocke von Hiroshima, die einmal im Jahr am 6. August – dem Datum des Atombombenabwurfs – erklingt, gehören der Siebenmännerstein als Zeuge der Hannoverschen Spartaner von 1490, die barocken Grabdenkmäler und Kunstwerke der Moderne zum festen Bestandteil der Kirchenruine.

Bis zum Krieg prägten bedeutende Geistliche die Aegidienkirche, so Georg Ludwig Wilhelm Flügge, Werner und Wilhelm Blumenberg. Seit 1982 ist die Aedigidienkirche Teil der Marktkirchengemeinde.

 
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