die Hanomag - Hanomag geschichte der landeshauptstadt.Die Hanomag

Die Hanomag wurde als Hannoversche Maschinenbau AG im Jahre 1871 gegründet und stellte neben Lokomotiven, Lastkraftwagen, Ackerschlepper, Personenwagen und

Baumaschinen her. Neben der Continental AG gehörte die Hanomag mit zum größten Industriebetrieb Hannovers und war ein dementsprechend bedeutsamer Arbeitgeber.

Als Vorläufer des Unternehmens ist das im Jahre 1835 von Georg Egestorff gegründete Werk "Eisen-Giesserey und Maschinenfabrik Georg Egestorff" zu sehen, welches im damaligen Dorf Linden etabliert wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, genauer 1904, ordnete der damalige Direktor Erich Metzeltin zur Kostenersparnis in Sachen Telegraphie an, den Firmennamen auf

Hanomag zu verkürzen, welcher ab 1912 schließlich auch als Briefadresse verwendet worden ist. Das abgebildete Werksgebäude am Deisterplatz entstand 1917 nach Plänen von Alfred Sasse – heute steht es unter Denkmalschutz.

Als in den 1930er Jahren der Konzern wirtschaftlich angeschlagen war, erklärte sich der Bochumer Verein dazu bereit, die Aktienmehrheit zu übernehmen. Somit stellte die Hanomag bis in die Nachkriegszeit hinein einen Teil der Vereinigten Stahlwerke dar. Wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Hannoversche Firma zur Zeit der Rüstungsproduktion während des Dritten Reiches, neben Panzern und Haubitzen fertigte die Hanomag auch Großkalibermunition im Dreischichten-Betrieb, auch der "Leichte Einheits-Pkw" und PS-starke Zugkraftwagen als Doppelkabiner wurden im Auftrag bei der Hanomag produziert.

Nachdem in den späten 50er Jahren Rheinstahl das Unternehmen erworben hatte, wurde die Hanomag 1974 für 120 Millionen DM an Massey Ferguson veräußert. Trotz ehrgeiziger Pläne, den konzerneigenen Maschinenbau in Hannover zu bündeln, scheiterte das Vorhaben nicht zuletzt an einer weiteren Übernahme. Nach einer skandalösen Insolvenzverschleppung bei der IBH-Holding unter Unternehmer H.-D. Esch, befand sich die Hanomag wirtschaftlich am Ende. Der letzte Mitarbeiter
mußte 1984 seinen Hut nehmen – vorerst: Neuer Unternehmergeist begründete bald darauf eine Übergangs-GmbH, die Ende der 80er Jahre vom Baumaschinen-Giganten Komatsu aufgekauft wurde.

Der Blick auf eine scheinbare Industriebrache täuscht: Obwohl nur in kleinen Teilen die historischen Räumlichkeiten genutzt werden – auch die ehemalige Fabrikantenvilla im Jugenstil steht leer –, produziert man in Hannover leistungsstarke Radlader sowie Mobilbagger. Sich auf den Pfad der Geschichte zu begeben und einen Blick in die Hanomagstraße nahe dem Deisterplatz zu werfen, lohnt sich also!

 
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