
Das altbekannte Fachwerkhaus war von der Antike bis ins 19. Jahrhundert eins der meist erbauten Hausvarianten in Mitteleuropa. Auszeichnen tut sich die Bauart durch sein tragendes Gerüst aus Holz mit Zwischenräumen gefüllt von einem Holz-Lehm-Gemisch oder Ziegelwerk.
Zur Querstabilisierung verlaufen Hölzer im Winkel von 45° als Verbindung der senkrecht stehenden Stützen. Dies hat neben ästhetischen Gesichtspunkten auch technische Zwecke. Symmetrisch angeordnet zeigen die Streben nach oben außen, wodurch seitlich auftretende Windkräfte besser abgefangen werden können. Als widerstandsfähiges und witterungsbeständiges Holz wird für Fachwerkhäuser meist Stiel- oder Traubeneiche oder auch Tanne verwendet.
Für Bauherren ist besonders die künstlerische Ausgestaltung zur individuellen Note interessant. Individuelle Wünsche wie Schnitzwerk, Einfügung von weiteren statisch unnötigen Balken oder Bemalungen können eingebracht werden.