
Neben dem klassischen Aktienhandel verzeichnet in letzter Zeit der Optionen-Handel einen immer größer werdenden Zuspruch. Das liegt daran, dass Kursmanipulationen und Totalverlust investierter Gelder aufgrund einer Insolvenz eines Emittenten ausgeschlossen sind, da es beim Handel mit diesen Derivaten schlicht keine Emittenten gibt. Sie werden an Terminbörsen gehandelt, von welchen man die Begriffe Termingeld und Festgeld kennt. In Europa werden Optionen an der Terminbörse Eurex gehandelt, in den USA gibt es mehrere Terminbörsen, wie beispielsweise die CBOE. Wie der Optionen-Handel funktioniert, erfahren Sie von uns.
Den ersten Schritt auf dem Weg zum Optionen-Handel stellt die Einrichtung eines Depots dar, mit welchem Sie Optionen (nicht zu verwechseln mit Optionsscheinen) an Terminbörsen handeln können. Verglichen mit „normalen“ Depots, ist es eher unwahrscheinlich, dass Ihre Hausbank ein solches Depot im Angebot hat. Selbst viele namhafte Broker bieten solch einen Derivatehandel (noch) nicht an. Zu empfehlende Broker, für den Handel an der deutschen Terminbörse Eurex und an US-Terminbörsen, sind beispielsweise Cap Trader, Interactive Brokers, Agora Direct sowie Lynxbroker und Swissquote. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist Cortal Consors, obwohl dieser Broker nur den Handel an der Eurex anbietet. Einen Erfahrungsbericht zum Broker Cap Trader gibt es beispielsweise auf Forexbroker.de. Auch dieses Video hilft:
Der Optionen-Handel läuft bei der Mehrzahl an Brokern via Internet. Dafür stellt Ihnen der Broker eine (normalerweise) kostenlose Trading-Software zur Verfügung, welche als Handelsmaske fungiert. Finden können Sie diese auf der Webseite Ihres Brokers. Sollte es trotz der Hinweisfenster zu Fragen bei der Installation kommen, stellen Ihnen serviceorientierte Broker auch direkte Hilfestellung zur Verfügung.
Zahlen Sie zunächst einen „geringen Geldwert“ ein
Ist das Depot erst einmal eröffnet, zahlen Sie den ersten Geldbetrag auf das Verrechnungskonto Ihres Depots ein. Für den Anfang sollte es ein geringer Geldwert sein, wobei „gering“ von Person zu Person verschieden definiert ist. Die untere Kennenlerngrenze sollte bei circa 2.000 Euro liegen, womit erste Trades durchgeführt werden können. Um den Optionen-Handel etwas ausführlicher kennenlernen zu können, empfiehlt sich ein Betrag von round about 5.000 Euro.
Ihr Depot ist nun in Gänze eröffnet, doch bevor Sie mit ersten Trade loslegen, sollten Sie sich die Echtzeit-Kurse (Realtime-Kurse) für Terminbörsen zulegen. Diese benötigen Sie für sowohl für den europäischen als auch den US-Markt. Für die Realtime-Kurse werden – je nach Broker – pro Monat circa 10 Euro an Gebühren fällig, welche aber gut investiert sind, da schon ein guter Kauf- bzw. Verkaufskurs pro Monat die Gebühren wieder rein holt.
Wenn Sie diese Schritte befolgt haben, kann das Traden beginnen. Anfangs werden Sie noch etwas unsicher vor der neuen Handelsmaske sitzen, doch das gehört einfach dazu. Um Ihnen selbst die anfängliche Unsicherheit zu nehmen, empfiehlt sich die Fachlektüre, wie etwa der „Optionen Profi“ von Rainer Heißmann. Auch das Heranziehen von Erfahrungsberichten anderer Trader stellt immer eine zu empfehlende Option im Optionen-Handel dar.
