Wie man als Student Steuern sparen kann

Wie man als Student Steuern sparen kann


Die Steuererklärung ist für viele Deutsche noch immer ein großes Mysterium. Nur die Wenigsten wissen, welche Ansprüche sie bei der „Abrechnung mit dem Finanzamt“ geltend machen können. Da ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass Studenten, die wohl möglich noch nie eine Steuererklärung anfertigen mussten, gar nicht wissen, dass auch sie sich Geld vom Finanzamt zurückholen können. Für Masterstudenten lohnt sich die Steuererklärung auch dann, wenn sie im Nebenjob gar nicht genug verdienen, um überhaupt Steuern zahlen zu müssen. "Da das Masterstudium vom Finanzamt als Zweitausbildung eingestuft wird, darf man sämtliche Kosten, die einem an der Uni entstehen, als Werbungskosten absetzen", sagt Steuerberater Christian Kaik aus Berlin. Derartige Kosten rechnet das Finanzamt dann als Verlustvortrag an. Und dieser senkt dann die Steuerbelastung, wenn nach dem Berufseinstieg die Einkommenssteuer gezahlt werden muss. Von dieser Möglichkeit machte auch der 29-jährige BWL-Masterstudent Felix Frauendorf Gebrauch. Er studiert an der ESCP Europe in Berlin seine Studiengebühren in Höhe von 20.000 Euro hat er in seiner Steuererklärung aufgeführt, wovon er nach seinem Einstieg ins Berufsleben profitieren kann. Das zurückgeholte Geld könnte er beispielsweise direkt auf einem Tagesgeldkonto anlegen, um so Reserven für unerwartete Ausgaben beiseite zu legen.

Was genau darf man absetzen?

Nicht nur die Studiengebühren und Semesterbeiträge darf man absetzen, sondern jegliche Ausgaben für Fachbücher, Kopien, Bibliotheksausweis und Fernleihen und soagr Kosten für Schreibutensilien, Ordner und Druckerpatronen. Felix Frauendorf reichte auch die Flugtickets für sein Auslandssemester in Neu-Delhi ein und konnte darüber hinaus sogar eine Verpflegungspauschale für das Ausland ansetzen. Größere Anschaffungen über 410 Euro (ohne MwSt), wie beispielsweise ein neuer Laptop, werden vom Finanzamt über mehrere Jahre abgeschrieben. Sinnvoll ist es auch, seine Reise- und Fahrtkosten einzureichen. Unabhängig von der Art wie man von Zuhause zum Campus reist, lässt sich der „Entfernungskilometer“ anrechnen, welcher 15 Cent pro Kilometer beträgt. Bei Wochenendseminaren oder Exkursionen gelten andere Sätze, je nach Beförderungsart: Mit dem Auto werden 30 Cent, mit dem Mofa 20 Cent und mit dem Fahrrad noch 5 Cent pro Kilometer angerechnet. Auch Monatskarten des öffentlichen Personennahverkehrs sollte man einreichen. Auch die Kosten für ein Arbeitszimmer können angerechnet werden, allerdings nur dann, wenn dieser Raum ausschließlich für die Arbeit genutzt wird und dieser keinerlei privaten Zwecken dient. Das stellte der Bundesfinanzhof erst Anfang 2016 in einer Grundsatzentscheidung klar.

Was muss dabei beachtet werden?

Alle in der Steuererklärung aufgeführten Ausgaben müssen belegbar sein, sonst gibt es keinen Pfifferling zurück. Daher ist es sinnvoll sich anzugewöhnen, alle Rechnungen und Belege von studienbedingten Ausgaben aufzubewahren, um diese mit der Steuererklärung zusammen einzureichen. Um sich selbst die Arbeit zu erleichtern, ist es sehr praktisch, wenn man Belege direkt nach den Kategorien „Fachliteratur“, „Bürobedarf“ und „Reisekosten“ sortiert und monatlich abheftet. Aufpassen müssen Studenten vor allem, wenn größere Ausgaben vom eigenen Konto abgehen. Wenn die Eltern beispielsweise den Semesterbeitrag in Form einer Unterhaltszahlung auf das Girokonto für Studenten überweisen und man den Betrag dann selbstständig weiterleitet. Denn sonst nennt man das „abgekürzten Zahlungsweg“, welchen das Finanzamt ungern sieht. Die Belege und Rechnungen reicht man einmal im Jahr zusammen mit den offiziellen Formularen (zum Download auf formulare-bfinv.de) beim zuständigen Finanzamt ein.

Gibt es Unterschiede zum Bachelor?

Mit Beginn des Zweitstudiums fällt eine Regelung weg: Bachelorstudenten, welche neben dem Studium mehr als den Grundfreibetrag verdienten, können die Studienausgaben als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen. Die Ausgaben während des Masters hingegen werden in der Steuererklärung als Werbungskosten angeführt. Gut zu wissen ist auch, dass die eigenen Kosten noch bis zu vier Jahre rückwirkend eingereicht werden können, also für das Jahr 2012 bis Ende 2016.

Wo finde Hilfe für den ganzen Papierkram?

Zugegeben, eine Steuererklärung in Eigenregie zu bewältigen, ist mühselig und in den meisten Fällen - wenn man nicht gerade selbst zum Steuerexperten ausgebildet wird – geht einem dadurch gutes Geld durch die Lappen. Doch zur Bewältigung des Papierkrams kann man sich ja glücklicherweise Hilfe heranholen. Das Studentenwerk der eigenen Hochschule steht Studenten bei allen Fragen in diese Richtung als Ansprechpartner zur Verfügung. Ebenso bietet der Asta Beratungsstunden zu Steuerthemen an. Eine weitere Möglichkeit für Studenten und Arbeitnehmer ist die Mitgliedschaft in einem Lohnsteuerhilfeverein. Diese kostet bis zu einem jährlichen Einkommen von 10.000 Euro gerade einmal 50 Euro im Jahr und liegt damit weit unter der Gage eines Steuerberaters. Felix Frauendorf erstelte seine Steuererklärung auf studentensteuererklaerung.de. Die Seite führt seine User mit standardisierten Masken und auf Studis zugeschnittenen Tipps durch die Steuererklärung, welche sich so relativ schnell abhandeln lässt. Zudem kann fertige Steuererklärung von dort direkt an das Finanzamt weitergeleitet werden.

Also aufgepasst bei der Steuererklärung. Niemand hat Geld zu verschenken, erst recht nicht Studenten. Und wo wir gerade beim Geld verschenken sind: Warum nicht einen Kontovergleich anstreben, ein neues Girokonto eröffnen und dann sogar noch etwas Geld von der Bank des Vertrauens geschenkt bekommen? Das ist in der Regel nicht die Welt, aber für einen kleinen Städtetrip oder ein Partywochenende reicht es allemal . Daher am besten einfach mal einen Kontovergleich auf www.online-girokontovergleich.de/girokonto-studenten/ starten und schauen, was zu holen ist.



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