
Der Vermögensaufbau über Aktien und Beteiligungen ist mit einem Risiko verbunden. Der Grund ist, dass bei der dortigen Entwicklung der Kurswerte und Renditen eine Vielzahl von Faktoren beachtet werden muss. Gerade jetzt lauern dort Gefahren, die durch politische Unsicherheiten entstehen. Viele Branchen sind beispielsweise von den Auseinandersetzungen zwischen der Europäischen Union und den USA betroffen.
Besonders lukrativ ist der Kauf von Anlageimmobilien, die für eine Vermietung zu Wohnzwecken geeignet sind. Dafür sorgt der deutschlandweit galoppierende Wohnungsmangel vor allem in den Großstädten. Wer in Berlin Immobilien dieser Art kaufen will, sollte sich besser beeilen, denn die Stadtverwaltung unternimmt gerade große Anstrengungen, den Nachfrageüberhang bei preiswerten Wohnungen zu verringern. Erst vor wenigen Wochen kündigte die Stadtverwaltung an, dafür sogar die Gärten in einigen Kleingartenanlagen schleifen zu wollen. Zwar treffen die Stadtväter in den Reihen der Kleingartenfreunde, beim Bundesverband der Kleingärtner und den Umweltschützern auf heftigen Widerstand, aber es deutet sich an, dass die Pläne trotzdem umgesetzt werden könnten. Zu verlockend ist die Aussicht, auf diese Weise an Bauland zu kommen, welches allein schon durch die Lage und die zumeist vollständige Erschließung schnell und preisgünstig bebaut werden kann. Diese Möglichkeiten bestehen nicht nur in Berlin. Auch andere Großstädte vor allem im Osten bieten ein solches Potenzial.
Auch wenn die Städte alle Reserven beim Bauland und in der Bauwirtschaft mobilisieren, ist eine schnelle Änderung auf dem Wohnungsmarkt nicht in Sicht. Schon jetzt besteht ein Defizit in Höhe von bundesweit einer Million Wohnungen. Marktanalysen in Kombination mit der Geburtenrate, der Altersstruktur und der Zuwanderungsrate weisen aus, dass der Bedarf um weitere 1,5 Millionen Wohnungen ansteigen wird. Bei der Zuwanderung spielen nicht nur die Flüchtlinge eine Rolle. Die boomende Wirtschaft kann ihren Fachkräftebedarf aus den Reihen der in Deutschland lebenden Menschen nicht decken. Viele Unternehmen bemühen sich bereits darum, Fachkräfte aus dem Ausland zu beschaffen. Besonders schwer wiegt der Fachkräftemangel bei den Pflegeberufen. Hier besteht die Besonderheit, dass er nicht von der Konjunktur abhängig ist. Die aktuellen demografischen Entwicklungen weisen auf eine erhebliche Vergrößerung der Kluft zwischen den benötigten und verfügbaren Pflegekräften hin. Kurz gesagt: Der Wohnungsmarkt bleibt trotz aller Bemühungen um schnelle Neubauten angespannt.
Regional können auch in naher Zukunft überdurchschnittlich hohe Einnahmen bei einer Vermietung erzielt werden. Davon profitieren mittlerweile nicht nur die Haus- und Wohnungseigentümer in Metropolen wie Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart, Hamburg und Düsseldorf. In den kleineren Städten im Umfeld der Metropolen steigen die Mieten und Kaufpreise seit einiger Zeit ebenfalls kontinuierlich. Besonders interessant sind die Kleinstädte mit Wachstumspotenzial, die in der komfortablen Reichweite von Tagespendlern liegen. Sie sollten mit Blick auf weitere Dieselfahrverbote am besten eine gute Anbindung mit dem ÖPNV haben.
Selbst Studenten schauen sich mittlerweile nach WG-tauglichen Objekten im näheren Umfeld um, damit sie die extrem hohen Mieten für Studentenappartements in der Nähe der Universitäten nicht zahlen müssen. Familien mit Kindern bevorzugen immer stärker das Wohnen im Grünen. Dort sind kleinere Städte gefragt, in denen es gute Bildungsangebote von der Grundschule bis zum Gymnasium gibt. Dort können junge Familien (noch) den Vorteil nutzen, dass sie oft schneller als direkt in den Metropolen einen Kita-Platz bekommen.
Bis jetzt zögerte die EZB mit einer Zinserhöhung, weil das Ziel bei der Inflationsrate noch nicht erreicht wurde. Doch das könnte sich durch den Handelsstreit mit den USA sehr schnell ändern, weil dadurch viele Produkte verteuert werden. Auch die in jüngster Zeit rasant gestiegenen Erdölpreise tragen dazu bei. Wer also bei einem Immobilienkauf noch einen günstigen Kredit haben möchte, sollte nicht lange zögern, sondern sich schnellstmöglich entscheiden.

