
Die Hersteller von PC´s kämpfen bereits seit Jahren mit rückläufigen Umsatzzahlen. Auch im dritten Quartal konnten die Unternehmen den negativen Trend nicht umkehren, obwohl die Absatzzahlen in Europa sowie den USA steigen. Ein Riesenmarkt in Asien jedoch schwächelt und drückt die gesamte Branche.
Der weltweite Markt für Schreibtischrechner und Notebooks ist Statistiken zufolge auch im dritten Quartal 2014 geschrumpft. Laut IDC sanken die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 78,5 Millionen. Die Konkurrenz von Gartner ermittelte zwar lediglich einen Rückgang von 0,5 Prozent, ein Rückgang wurde aber auch hier deutlich. Dieser ist nach Angaben beider Marktforschungsinstitute vor allem im schwächelnden chinesischen Markt begründet. In den USA sowie in Europa hingegen konnten die Hersteller durchaus Gewinne verbuchen. In Asien jedoch geht der Absatz bei Computern deutlich zurück. Und da der Markt hier mit zahlreichen jugendlichen Kunden sehr wichtig ist, wirkt sich dieser Absatzrückgang eben auch auf die gesamten Zahlen des weltweiten Geschäfts aus. Hier greifen Verbraucher bereits seit einiger Zeit vermehrt auf Tablets und Smartphones zurück, da mit ihnen auch unterwegs im Internet gesurft werden kann. Starre PC´s, die ausschließlich zu Hause nutzbar sind, haben in der heutigen mobilen Welt wohl ausgedient.
Wie sich den Angaben zufolge weiter belegen lässt, sind nicht alle PC-Formen vom Absatzrückgang gleichermaßen betroffen. Vor allem die größeren Hersteller konnten ihre Marktanteile weitgehend sichern und ihr Geschäft mitunter sogar ausbauen. Kleinere Hersteller hingegen konnten weniger profitieren, so die qualitative Marktforschung. Sie mussten teils herbe Umsatzrückgänge verkraften, denn nach wie vor wird der PC-Markt von fünf führenden Herstellern kontrolliert. Hierzu gehören Microsoft, Dell, Lenovo, Hewlett-Packard und Apple. Microsoft beispielsweise profitierte aktuell von der Einstellung des Betriebssystems Windows XP, denn in der Folge mussten sowohl Verbraucher wie auch Firmen Ersatzkäufe tätigen und stützen so den PC-Markt.
Den Statistikern zufolge ist die weltweite Nummer eins nach Zahlen nach wie vor der Konzern Lenovo, der in China ansässig ist. Günstige Preise und moderne Technik zeichnen den Hersteller bereits seit Jahren aus. Auf ihn fallen aktuell rund ein Fünftel aller PC-Verkäufe weltweit. Die Nummer zwei belegt Hewlet-Packard mit einem Marktanteil von 18 Prozent gefolgt von Dell mit rund 13 Prozent Marktanteil. Auch Apple konnte laut IDC erstmals in die Liste der fünf größten PC-Hersteller aufgenommen werden. Zwar liegt der Marktanteil hier bei gerade einmal 6,3 Prozent, dennoch konnten in diesem Jahr rund fünf Millionen Geräte verkauft werden. Betrachtet man die Rangliste von Gartner, belegt hier der taiwanesische Hersteller Asus Rang 5.
Bildquelle: statista

